In vielen verschiedenen Textilien ist dieser Rohstoff verarbeitet, mal in Kombination mit künstlichen Fasern, mal in reiner Form: Die Baumwolle. Doch was sind eigentlich die charakteristischen Eigenschaften für Baumwolle und wo kommt sie her?
Bei Baumwolle handelt es sich um eine Naturfaser, die aus der Baumwollpflanze gewonnen wird, welche zu den sogenannten Malvengewächsen gehört und sich besonders durch die charakteristischen Samenhaare und die zahlreichen Verästelungen der einzelnen Baumwollsträucher auszeichnet. Die Baumwolle gehört dabei zu den ältesten und am meisten verwendeten Kultur- und Nutzpflanzen der Menschheit und wird von verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen unabhängig von sozialen oder kulturellem Status genutzt und getragen.
Bei der konventionellen Baumwolle muss man zwischen verschiedenen Wildarten und einigen Baumwollarten, die zum Herstellen von Wolle und Kleidung geeignet sind, unterscheiden. Insgesamt gibt es vier Arten von Baumwolle, die sich für den Gebrauch und die Weiterverarbeitung anbieten, währenddessen es eine nicht unbedeutende Anzahl an nicht kultivierten Arten gibt, die allerdings aufgrund struktureller Gegebenheiten nicht zur Verarbeitung geeignet sind. Dabei wird bei den für den Menschen nützlichen Arten auch noch zwischen neuweltlicher und altweltlicher Baumwolle unterschieden, wobei der größte Anteil der heutigen Produktion auf die neuweltliche Baumwolle “hirsutum” entfällt.
Hirsutum hat den entscheidenden Vorteil, dass sowohl die Faserlänge, als auch Geruch, Farbe und Reinheit die optimalen Eigenschaften besitzen.
Aufgrund der besonders hohen Saugfähigkeit sowie einer guten Hautfreundlichkeit und einem sehr geringen Allergiepotenzial eignet sich die Baumwolle vor allem in der Herstellung von Kleidung in der Textilindustrie, Bei der Herstellung wird dabei sowohl graue als auch weiße Baumwolle benutzt. Da Baumwolle ein Naturprodukt ist, ist die Form und die Farbe der Baumwolle dabei nicht immer gleichmäßig, sodass sie in der Weiterverarbeitung an die Bedürfnisse angepasst werden muss.
In der heutigen Gesellschaft lassen sich Produkte aus Baumwolle nicht nur in der Kleidung, sondern auch als Kosmetik und Hygieneartikel vorfinden. Weiterhin wird qualitativ hochwertige Baumwolle für Seile, Netze und Zeltplanen verwendet, sowie für Kaffeefilter und Bucheinbände.
Dadurch, dass die Baumwolle günstig und qualitativ hochwertig in südländisch gelegenen Gegenden angebaut werden kann, bietet sie einen optimalen Ausgangsstoff für die verschiedensten Textilien und ist im Laufe der Jahre zu dem wichtigsten Exportgut der Textilindustrie geworden. Momentan machen der Baumwolle lediglich neue Kunstfasern im Textilbereich Konkurrenz. Es bietet sich an die Vorteile beider Materialen zu vereinen und Kleidung aus einem Mischgewebe von einem Teil Baumwolle sowie einem oder mehrerer verschiedenen Arten Kunstfaser zu fertigen.